Kompositionen

“Rohschliff” für Flöte und Klavier

Die Idee kam vom Schweizer Pianisten und Komponisten Werner Bärtschi. Er rief mich 1999 an und fragte, ob ich ein Stück schreiben würde für einen Abend mit Musik von vielen verschiedenen Schweizer KomponistInnen. Ich sagte, tut mir leid, nein, ich komponiere nicht. Ein paar Tage später rief ich ihn zurück und sagte, dass ich mal einen Versuch wagen möchte. Das Stück dauert 5 Minuten und benutzt 3 E-bows im Flügelinneren. Die Flötenstimme verlangt gängige Techniken der Neuen Musik. Die Uraufführung wurde von Mitlgiedern des Ensembles für Neue Musik, Zürich, gespielt.

2005 wurde es noch einmal von Werner Bärtschi und dem bekannten Schweizer Flötisten Peter-Lukas Graf in der Zürcher Tonhalle aufgeführt, ein wunderbares Erlebnis.

2008 wurde es in Peking aufgeführt von Rose-Marie Soncini (fl) und Esther Flückiger (p) im Rahmen des Festivals „Congress on Women in Music“. Von diesem Duo gibt es eine Aufnahme, die direkt bei mir bestellt werden kann.

„Schlingen“ für Viola und Klavier

Das zweite Stück wurde angeregt von der Schweizer Geigerin und Bratscherin Mirjam Tschopp, die das Flötenstück gehört hatte und fragte, ob ich etwas für sie schreiben würde. Die Stadt Zürich hat das Stück mit einem Kompositionsauftrag unterstützt. Was ich versucht und glaube ich erreicht habe, ist Musik auf dieselbe Art zu schreiben wie ich sie improvisiere, nur, dass ich nun beiden SpielerInnen sagen konnte, was sie tun sollten. Es war ein mühevoller Prozess, bei dem ich manchmal stundenlang darauf wartete, den nächsten Ton zu hören. Die Uraufführung war am 5. Mai 2006 in der Reihe „Musik an der ETH“ in Zürich. Riccardo Bovino (p) und Mirjam Tschopp (viola).

Nach langer Unterbrechung schreibe ich nun wieder ein Stück für Mezzosopran und Klavier, das im Jahr 2011vom Musikpodium der Stadt Zürich aufgeführt wird, voraussichtlich im Januar.

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